Sparen Sie mit einem Balkon-Kraftwerk

Sparen Sie mit einem Balkon-Kraftwerk
Steckerfertiges Balkon-Kraftwerk an einem Mehrfamilienhaus (Bildnachweis: Maryana Serdynska, iStock)

„Die hohen Energiekosten bereiten den Verbrauchern Sorgen“, berichtet Christoph Seul, Vertriebsmanager und Energieberater der Stadtwerke Sankt Augustin. „Sowohl die Heizkosten als auch die monatlichen Abschlagszahlungen für Strom belasten die Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger. Die Energiebremsen können die Sorgen nur bedingt auffangen.“

Marcus Lübken, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Sankt Augustin, rät: „Die Sankt Augustinerinnen und Sankt Augustiner sollten unbedingt darüber nachdenken, ob sie einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen wollen, z.B. auf ihrem Balkon. Mit sogenannten Stecker-Solaranlagen können sie einen Teil ihres Stroms unkompliziert selbst produzieren und im eigenen Haushalt nutzen. Diese Balkonkraftwerke sind kurzfristig mit geringem Aufwand und kostengünstig installierbar. Außerdem nehmen sie nur sehr wenig Platz ein. Es sind lediglich ein paar Voraussetzungen für die sichere Installation und den sicheren Betrieb zu bedenken sowie die Anmeldeverfahren beim Netzbetreiber zu durchlaufen.“

Christoph Seul weist auf die Wirtschaftlichkeit der steckerfertigen Solaranlagen hin: „Die Mini-Solarsysteme, die eine durchschnittliche Leistung von 600 bis 900 Watt (Wechselrichterleistung) haben, produzieren – vor allem im Sommer – ausreichend Strom, um einen wesentlichen Anteil der Grundlast und einen Großteil der Mittagsverbräuche eines Haushaltes zu decken. In der Regel wird davon ausgegangen, dass ein geeignetes Standardsolarmodul mit 380 Watt Leistung im Jahr gut 280 Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren kann, wenn es an einem geeigneten Platz wie z.B. einem Südbalkon montiert ist. Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht für den Betrieb von Kühlschrank und Waschmaschine in der Regel durchschnittlich ca. 200 kWh im Jahr. Bei einem Strompreis von 40 Cent spart man dann rund 80 Euro im Jahr.“

Christoph Seul rät Privathaushalten zu ein bis zwei Standard-Solar-Modulen mit einer Leistung von 300 bis 350 Watt. „Solche Mini-Solaranlagen sind einfach anzubringen und zu entfernen und auch für Mieter geeignet. Das Solar-Modul muss nur montiert und mit dem Stromkreis des Hauses oder der Wohnung verbunden werden, entweder fest und ohne Stecker oder über eine besondere Energiesteckvorrichtung. Beides installiert ein Elektrofachbetrieb. Auch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung ist Pflicht, genauso wie ein entsprechend geeigneter Zähler. Bevor der eigene Strom produziert und genutzt werden kann, ist die Anlage noch beim zuständigen Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anzumelden. Dann kann es losgehen.“ Allerdings sei noch zu bedenken, dass die mobilen Balkonkraftwerke nur für den Eigenbedarf gedacht seien.

Marcus Lübken berichtet, dass der bisherige Einsatz tausender dieser Solar-Stecker-Systeme gezeigt habe, dass sie sehr sicher sind. „Überhaupt ist Photovoltaik eine äußerst sichere Technologie. Die Solarmodule sind in der Regel mehr als 20 Jahre im Einsatz. Wenn, dann sind es die Mikrowechselrichter, die als elektrisches Bauteil schon mal früher kaputt gehen können. Deshalb lohnt es sich auf Qualität zu achten und auf Produkte eines namhaften Herstellers zurückzugreifen.“

Die Anschaffungskosten für die Stecker-Solargeräte liegen mittlerweile unter 1.000 EUR. Hier empfiehlt sich der Kauf von Sets eines namhaften Herstellers: „Die Sets bestehen meistens aus zwei Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter. „Lassen Sie die Module durch einen Fachmann montieren, insbesondere, wenn Sie Ihre Solaranlage auf einem Steildach oder an der Balkonbrüstung anbringen wollen. Der Elektriker übernimmt nicht nur die Montage, sondern prüft z.B. auch die Leitung, an der das Gerät angeschlossen werden soll, auf Eignung.

Marcus Lübken weist auf einen Vorteil für Verbraucher hin: „Seit dem 1. Januar 2023 sind kleine PV-Anlagen steuerbefreit, womit der Staat einen zusätzlichen Anreiz für Privathaushalte schafft, auf erneuerbare Energie umzusteigen.“

Sie haben noch Fragen? Treten Sie gerne mit uns in Kontakt
Für Sachfragen rund um das Thema Photovoltaik steht Ihnen gerne Herr Christoph Seul, Vertriebsmanager der Stadtwerke Sankt Augustin, unter 02241-25-285-16 bzw. unter c.seul[@]stadtwerke-sankt-augustin.de zur Verfügung.

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